Musik: Johannes Oerding, Wenn du lebst

Ich wurde am 15.02.2003 per Notkaiserschnitt geholt da mich meine Mami nicht mehr gespürt hat. Im KH angekommen wurde sofort ein CTG gemacht, die Herztöne waren noch da aber sehr schwach. Also überlegte man nicht lange und so kam ich dann auf die Welt mit fast vier Kilo Kampfgewicht. Es stellte sich heraus das die Nabelschnur von Mami trombosiert war weshalb ich keinen Sauerstoff bekommen habe. Dieses passierte leider über Nacht da wir am Vortag noch zur Kontrolle im KH waren und alles in Ordnung schien. Nach zehn Minuten durfte mein Papi zu mir. Als er bei Mami war sagte er das es mir gut geht und ich wie ein gesundes Kind aussehe. Meine Mami konnte leider nicht zu mir. Am nächsten Morgen kam dann die Schwester ins Zimmer von Mami und teilte ihr mit, das man mich ihn einen Tiefschlaf versetzten mußten da ich acht Stunden nach der Geburt zu krampfen begann. Na toll. Aber meine Mami durfte endlich zu mir. Leider war der Anblick alles andere als schön

 

Ich wurde sofort ins AKH überstellt, meine Mami folgte mir natürlich sofort. Im AKH angekommen mußte ich auf die Intensiv da meine Nieren versagten und ich eine Bauchfelldialyse brauchte. Leider füllte sich auch mein kleines Gehirn mit Flüssigkeit das einige Teile meines Gehirns zu Grunde gingen.

 Endlich nach drei Wochen öffnete ich das erste Mal meine Augen. Mami und Papi waren auch dabei:

Nach vier Wochen KH-Aufenthalt durfte ich endlich nach Hause. Dort angekommen kamen die nächsten Probleme. Ich wollte nichts trinken da man meiner Mami immer wieder sagte daß ich alle drei Stunden was trinken mußte.Das trinken von 50ml dauerte immer eine Stunde. Meistens trank ich dann im Schlaf. Nach einem halben Jahr fanden meine Eltern Hilfe in Graz. Dort wurde Mami gesagt das ich ganz von alleine entscheiden sollte wann und wieviel ich trinke da wir Kinder ja noch den Urinstinkt haben und auf unseren Körper hören. Seit dieser Zeit ging es uns allen ganz gut. Mit acht Monaten die nächste Hiobsbotschaft. Ich habe eine sehr schwere Form der Epilepsie. - Siehe Link "Epilepsie". Es dauerte sehr lange bis wir uns alle daran gewöhnt haben das ich doch täglich Anfälle hatte. Seit dieser zeit hat Mami rund um die Uhr ein ganz feines Ohr und beim schlafen hat sie einen Monitor mit Bild und Ton damit sie mich auch in der Nacht hören kann. Mit drei Jahren kam ich in einen heilpädagogischen Kindergarten. Es gefiel mir sehr gut. Wobei der Anfang sehr schwer war da ich sehr oft krank wurde. Seit 7. September 2009 besuche ich in eine basale Förderklasse.Siehe Kindergarten und Schule. Es gefällt mir sehr gut in der Schule. Und weil ich jetzt ein großer Bub bin werde ich auch jeden Tag in der Früh und am Nachmittag vom Fahrtendienst abgeholt.

  Meine derzeitige Diagnose lautet: Primär symptomatische BNS-Anfälle mit Übergang in ein Lennox Gastaud Syndrom, residuale Enzephalopathie, St.p. Intrauteriner Asphyxie, St.p. Amnion-Infektsyndrom, St.p.Beatmung und Kathecholamintherapie, St.p.CAPD (post asphyktisches Nierenversagen mit Peritonealdialyse von 17. - 24.02.03), St.p.Nebennierenrindenblutung dext., St.p.Renaler Hypertension, St.p. Hirnödem, schwere Mehrfachbehinderung bei cerebraler Bewegungsstörung, bilaterale, spastisch,dystone Tetraparese, zentrale Sehstörung, allgemeine psychomotorische Entwicklungsstörung,massiv verzögerte visuelle Entwicklung, zentrale Sehstörung, Optikusatrophie ...

Asthma bronchiale, Rezidivierende Pneumonie, Sekretmobilisierungsstörung, Schwere peripartale Asphyxie,...


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