Musik: Joannes Oerding, Grenzenlos

Am Montag den 26.08.2013 fuhren meine Mami und ich ins KH Speising da am Dienstag endlich meine Metallplatten entfernt wurden. Mit dem Vorcheck wurde ich für gesund geschrieben und so stand der OP nichts im Wege. Am Dienstag gegen zehn Uhr wurde ich dann geholt, meine Mami begleitete mich noch bis zur Schleuße. Um zwölf lag ich dann schon wieder im Aufwachraum wo auch meine Mama da war. Aber ich war immer noch sehr müde von der Narkose das ich erst gegen halb vier kurz munter wurde und wir um halb fünf endlich wieder aufs Zimmer durfte. Ich aß dann auch schon eine Kleinigkeit und es ging mir so gut das wir am Donnerstag schon wieder heim durften.

 

Am Montag den 11. Juli 2011 wurden Mami und ich in der Früh von der Rettung geholt und ins KH Speising gebracht. Dort angekommen mußten wir uns mal anmelden, dann rauf auf die Kinderstation. Dort wurde ich von einem Kinderarzt angeschaut, Röntgen wurde gemacht und es ging ins Zimmer. Ja, wir waren im Delphinzimmer!!

 
 

Am Dienstag den 12. Juli 2001 wurde ich nach einer kurzen Nacht um 9Uhr30 geholt und mit Mami in den Vorbereitungssaal des OP´s gebracht. Dort mussten wir noch ein wenig warten bis die Anästesistin kam. Bei der Mami wurde ich dann in die Hand gestochen, sie flüsterte mir noch ins Ohr "Ich Liebe Dich"  und im halben Gähnen bin ich auch schon eingeschlafen. Ich wurde dann von einem Mann in den OP getragen und Mami mußte warten. Nach 7h Narkose und 5h Op durfte dann Mami endlich wieder zu mir auf die Intensiv wo ich zur Beobachtung eine Nacht bleiben mußte. Der erste Anblick war leider nicht sehr schön als Mami mich so sah. Da kamen wieder Erinnerungen zurück

Papi kam mich dann auch noch besuchen. Er hat es daheim einfach nicht ausgehalten. Aber ich habe noch sehr gut und tief geschlafen. Das war halt auch alles sehr sehr anstrengend für meinen Körper und mich. Kurz vor Mitternacht habe ich kurz meine Augen geöffnet, hörte Mami´s Stimme und schlief mit einem Lächeln wieder ein. Da ich so viel Schleim hatte mußt man mich noch absaugen. Kurz vor halb sechs in der Früh war ich wieder munter und lustig. Es ging mir gut. Mami war auch die ganze Nacht bei mir. Sie sprach mit Dr. S. der mich auch operiert hat. Die Op verlief ohne Komplikationen. Rechts wurde der Hüftknochen und die Hüftpfanne gebrochen und mit Platten wieder in die richtige Position gebracht, links wurde der Hüftknochen gebrochen und korrigiert, der linke Spitzfuß wurde gerichtet mit Sehen verkürzt und verlängert und ein Loch in den Knochen gemacht.... und die Weichteile wurde noch geritzt damit ich nicht so verkrampft bin. Alles im allem wurden 3 Operationen an mir durchgeführt. Um halb zehn hab ich einen Kleinigkeit gegessen und dann durften wir wieder auf´s Zimmer. Mir geht es sehr gut, bin zwar noch müde aber ich bin immer wieder munter. Nur leider habe ich jetzt für drei Wochen einen riesengroßen Gips am ganzen Körper

 

In der Zwischenzeit war auch Papi da. Aber ich habe noch immer geschlafen. Irgendwie wurde ich wieder müde. Am Mittwoch gegen 20.30Uhr wurde ich wieder munter. Leider hatte ich wieder sehr viel Schleim das Mami eine Schwester bat mich abzusaugen. Danach ging es mir wieder ein bissi besser und ich konnte mit Papi via Internet telefonieren. Er sah mich und ich ihn und wir fanden es schön. Gegen 23.30Uhr bin ich wieder eingeschlafen. Habe auch sehr gut geschlafen. Mami hat mich dann am Donnerstag um 8.00Uhr geweckt. Ich habe dann wieder ein wenig gefrühstückt und danach bin ich wieder eingeschlafen. Da ich den ganzen Tag nur geschlafen habe und durch nichts zu wecken war holte meine Mami am Nachmittag die Schwester. Sie sollte mich wieder absaugen da der Schleim schon durch die Nase kam. Die Schwester sah mich, sah meine Sauerstoffsättigung und rannte auch schon wieder aus dem Zimmer. Einige Sekunden später stand dann auch schon der Intensivarzt vor mir und begann mich abzusauen, Sauerstoff zuzuführen, zu klopfen....... Wir fuhren dann schnell auf die Intensiv wo der liebe Arzt mich etliche Male absaugte, meine Lunge mit Sauerstoff wieder zum Leben erweckte. Gegen 22.30Uhr meinte er dann zur Mami das ich wieder stabil sei. Die Ursache von meinem "fast" Lungenversagen war ein Medikament Namens "Lioresal". Das verursacht noch mehr Schleimbildung und sollte nach der OP eigentlich meinen Körper sehr ruhig stellen. Leider war das zu viel Ruhe für meinen Körper. Es war auch alles andere als schön anzusehen wie man mich "quasi" wieder in unser Leben holte. Mami meinte das ich am Felsen stand aber zum Glück wieder einen Schritt zurück gemacht habe.Gegen 3.00Uhr öffnete ich die Augen und gegen 4.45Uhr begann ich wieder an zu sprechen. Alle waren überglücklich das es so gut ausgegangen ist.

 

Es ging mir wieder so gut das wir nach dem Mittagessen wieder aufs Zimmer durften. Papi war auch da und überglücklich mich wieder so zu sehen. Der Nachmittag verlief dann ohne Probleme und ich war der Star auf der Station. Habe auch brav zu Abend gegessen und die Nacht verlief ohne Zwischenfälle.

Am Samstag wurde dann meine Pda-Pumpe abgeschalten. Ich bekam andere Schmerzmedikamente und am Sonntag konnte die Pumpe und der Katheter entfernt werden. Ich trinke und esse wieder brav und Mami kommt mit dem Wickeln gar nicht mehr nach! Am Sonntag bekamen wir Überraschend Besuch. Papi brachte meine Schwester zu uns. Wir haben uns alle sehr gefreut. Mami am meisten. Das war Papi´s Idee. DANKE PAPI!!

 

Sie hat sich dann auch gleich am Gips verewigt. Am späten Nachmittag brachte dann Papi meine Schwester wieder zur Oma in die Steiermark wo sie noch eine Woche Urlaub macht. Am Montag den 18.Juli 2011 nach der Visite durften wir wieder nach Hause. Am Popo mußte aber vorher mein Gips noch korrigiert werden und mein Halskatheter wurde auch entfernt. Am Nachmittag sind wir dann endlich wieder daheim angelangt.

 

Am 02. August gegen 7Uhr 15 kam die Rettung und brachte uns wieder nach Speising. Heute kommt endlich der Gips wieder runter. JUHU!!! Dort angekommen kamen wir aufs Zimmer und wurden wieder ganz lieb von den Schwestern und Ärzten begrüßt. Gegen 11Uhr kam ich ins Gipszimmer und endlich wurde ich von dem riesen Gips befreit. Meine Mami hatte Angst um meine Beine. Sie dachte das sie ganz dünn seinen und mit vielen blauen Flecken übersät. Aber als sie meine Beine sah war sie sowas von froh. Nichts war da!! Dann ging es zum röntgen und danach wieder ins Gipszimmer da ich nochmal einen kleinen Gips links unten bekam. Aber das erschreckt uns nicht mehr. Am Nachmittag kam dann der Physio der mich ein wenig durchbewegte und Mami zeigte was sie daheim mit mir machen soll. Am Mittwoch am Vormittag ging es wieder nach Hause. Donnerstag kam dann meine Physiotherapeutin die mich durchbewegte und Mami einschulte. Jetzt sind alle ganz fleißig mit mir und es schmerzt nicht mehr so viel. Am 24. August kommt dann der kleine Gips auch runter. Dann kann überhaupt nichts mehr schiefgehen.

 

 

 Am 24. August kam auch noch der linke Gips runter. Dr. S. ist sehr zufrieden mit mir und der OP. Danach ging es zu Pohlig Tappe da ich jetzt ganz schnell neue Nachtschienen und A-Schiene brauche. Da darf sich Tamara aber sehr ins Zeug legen! Ich wurde da wieder ganz eingegipst, aber nur für kurze Zeit. Danach ging es wieder heimwärts wo ich auch sofort im Auto eingeschlafen bin! Ich darf auch wieder alles machen, auch mit dem Rad fahren und das macht mir wieder Spaß!

 

Es ist so schrecklich anzusehen wenn das eigene Kind fast stirbt. In dieser Situation funktioniert der Körper einfach irgendwie. Ohne Nachzudenken, ohne in weinen auszubrechen, einfach nur funktionieren und helfen. Das hat mein Körper getan. Als der Artz nach Stundenlangen kämpfen um Manuel zu mir sagte, er sei stabil brach alles in mir zusammen. Ich konnte einfach nicht mehr. Ich bin einfach nur überglücklich das Manuel noch bei uns ist. Er ist so tapfer, ein so toller und mutiger Bub. Es ist so schön ihn wieder lachen zu sehen. Mein Schatz, ich liebe Dich abgöttisch, ich danke auch meinem Mann der mir immer den Rücken stärkt und das er mir auch meine Tochter gebracht hat. Das tat so gut. Danke auch an die tolle Krankenschwester die sofort reagiert hat und dem Arzt der ihn wieder stabilisiert hat. Danke auch an meine Chefinnen und Freundinnen die mir auch hier helfen. Auch Danke an meine Schwiegereltern die sich so liebvoll um Leah kümmerten damit ich einfach Zeit für Manuel hatte. Es ist wunderschön das es doch noch immer so viele Leute gibt die für einen da sind.

Manuel´s Mama

 


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